Basics und Hintergründe. Ein Realitäts-Check. – Medicta
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Basics und Hintergründe. Ein Realitäts-Check.



Ab Dezember 2019 verbreitete sich vom chinesischen Wuhan aus ein neuartiger Virus über die ganze Welt. Der Ursprung liegt noch im Dunkeln, immer wieder wird aber auf einen Wildtiermarkt verwiesen. Tatsächlich konnten Forscher fast identische Virusstämme bei Fledermäusen und Pangolins vorfinden. Weltweit sind Wildtiermärkte ein besonderes Risikofaktor bei der Entstehung neuartiger Krankheiten. Anders als bei der Massentierhaltung lässt sich die Gesundheit der erlegten Tiere dort nämlich nicht kontrollieren.


Nicht neu, aber stärker

Coronaviren selbst sind kein einzelner Stamm, sondern eine große Erregergruppe. Manche bleiben nach der Ansteckung symptomfrei, sind also völlig harmlos. Andere rufen milde Erkrankungen wie Erkältungen hervor, wiederum andere können zur tödlichen Gefahr werden.

Ein Coronavirus hielt bereits vor knapp 20 Jahren die Weltöffentlichkeit in Atem, nämlich der Erreger der SARS-Pandemie von 2003. Damals sind weltweit 774 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben. Das SARS-CoV-2 mag zwar ähnlich sein, ist jedoch deutlich ansteckender, da es sich erstaunlich gut an den Wirt Mensch angepasst hat. Obwohl 2003 die Ärzte noch keinerlei Erfahrung im Umgang mit der Krankheit hatten (so wurden in der Anfangszeit noch keine Atemmasken getragen; auch wurden Zerstäuber eingesetzt, die die Krankheit statt einzudämmen noch weiter ausbreiteten), legte sich die Pandemie relativ schnell wieder. Anders sieht es bei Covid-19 aus: Trotz Wissensvorsprungs haben sich weltweit über eine Million Menschen mit dem Virus infiziert, die Zahlen wachsen dabei Tag für Tag.

Keine harmlose Grippe

Besonders heimtückisch ist die Symptomatik der Krankheit. Überwiegend sind es nämlich die klassischen Beschwerden einer Grippe (Kopfschmerzen, Husten, Fieber und Halsschmerzen), selbst für den Fachmann sind die Beschwerden nicht auseinanderzuhalten. Der größte Unterschied kann jedoch tödlich werden: Schwerwiegende Lungenentzündungen sind bei der Erkrankung mit SARS-CoV-2 deutlich häufiger als bei der Grippe. Einige Forscher vermuten außerdem, dass man selbst beim leichten Verlauf mit Spätfolgen wie irreparablen Lungenschädigungen rechnen sollte. Aus diesem Grund kritisieren viele Mediziner Strategien, die auf eine Durchseuchung der Gesamtbevölkerung abzielen.

Immer wieder wird von Covid-19 als einer Krankheit gesprochen, die nur für Ältere gefährlich ist. So kommen mittlerweile viel mehr jüngere Menschen in die Krankenhäuser, bei keiner Altersgruppe ist die Sterblichkeit bei Null. Ein Faktor, der viel mehr Gewicht als das Alter hat, sind Vorerkrankungen. Einerseits handelt es sich um schwere Krankheiten wie Krebs, aber auch um Krankheiten der inneren Organe (Leber, Lunge, Herz, Niere), Diabetes oder Bluthochdruck. Selbst ein geschwächtes Immunsystem ist ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor.

Wie wird es übertragen?

Das Covid-19 ist eine Tröpfcheninfektion. Der Virus ist an ein kleines Tröpfchen gebunden, das beim Husten, Niesen, aber auch beim einfachen Atmen (das deuten zumindest die neuesten Studien an) in die Luft gelangt. Doch immer wieder hört man davon, dass es zur Ansteckung schon reicht, eine kontaminierte Oberfläche zu berühren (etwa eine Türklinke oder den Bildschirm eines Smartphones). Tatsächlich haben Forscher herausgefunden, dass das Virus auf Kunststoff und Edelstahl bis zu 3 Tage überlegen kann. Dennoch ist bisher kein einziger Fall nachgewiesen worden, bei dem die Übertragung über eine Oberfläche stattfand.

Wie schützt man sich?

Da es noch keinen Impfstoff gibt, stehen zum Schutz leider nur die üblichen vorbeugenden Maßnahmen zur Verfügung, zum Beispiel: Korrekte Händedesinfektion, das Tragen von Schutzmasken (Klasse FFP2 oder FFP3) oder soziale Distanz.